Freitag, 15. März 2013

Nein, ich muss nicht in die Psychatrie. Ich hatte heute ein Gespräch mit meinem therapeuten und meinen Eltern, wirklich sehr entspannend. Ich habe mich fast kaputt gelacht, hahah. Nicht.
Naja, hier eine längere Zusammenfassung von gestern..

Ich saß in der Badewanne, eine Zigarette in der Hand. Ich rauche zuende, dann nehme ich das Küchenmesser in die Hand dass ich mitgehen habe lassen. Ich wende es in der Hand und frage mich, wie scharf es ist. Ich setze an meine Pulsader an und ziehe so fest ich kann durch, aber es hinterlässt kaum Spuren. Ich wechsel zu meiner Rasierklinge. Ich schneide einmal, der Schnitt ist klein und nicht sehr tief. Einen Moment überlege ich, dann setze ich an der gleichen Stelle nochmal an und schneide wieder. Ich wiederhole diesen Vorgang, sehr oft bis irgendwann ein wirklich tiefer Schnitt entsteht.. Es blutet, stark. Daneben fange ich von neuem an, mache es genauso. Der Schnitt ist nicht ganz so tief, aber es blutet fast genauso stark. Ich frage mich, ob ich daran sterben kann. Ich überlege einen Moment ob ich das will.. Doch ich glaube nicht, dass der Schnitt reicht. Ich weiß auch, dass ich den Schnitt vor meiner Mutter nicht verstecken kann. Ich weiß nicht wieso, aber ich stehe auf, nehme einen Waschlappen und presse ihn auf die Wunde. Ruhig ziehe ich mich an, lasse das  Badewasser ablaufen, wische das Blut weg.. Dann klopfe ich bei meinem Bruder an. Ich werde hysterisch, aber ich weiß irgendwo, dass ich das nur spiele. Wenn ich zu ruhig bin, würde es als Selbstmordversuch abgestempelt werden.. Er starrt mich an, schreit mich an, ich habe nur Scheiße im Hirn und ruft wütend meine Mutter an. Sie kommt von der Arbeit nachhause und wir fahren in's Krankenhaus. Eine Krankenschwester drückt mir etwas auf den Arm, und holt einen Arzt. Er sieht sich die Wunde an, fragt ob ich das selbst war. Ich nicke. Ich werde dauernd gefragt, wie alt ich bin und ob ich gegen Tetanus geimpft bin. Ich sage immer brav: "16, ja bin ich." Der Arzt wischt das Blut von meinem Handgelenk und schaut einen Moment drauf. Dann sagt er: "Das war aber nicht das erste mal." Meine Narben sind zum Vorschein gekommen. "Nein, war es nicht." Er wendet sich an meine Mutter: "Ist sie in Behandlung?" "Ja schon seit fast einem Jahr." Meine Mutter geht weg um mit meinem Therapeuten zu telefonieren. Ich schaue auf meinen Arm, während der Arzt die Wunden klebt. Ich merke, dass er mich anschaut und gucke hoch. Er schaut ernst, und ich lächel ihn an. Seine Miene wird nicht freundlich, er schüttelt den Kopf und fragt: "Warum machst du das?" Ich zucke die Schultern. Irgendwann kommt meine Mutter zurück und sie beschließt, direkt zu meinem Therpeuten zu fahren. Den restlichen Tag stehe ich unter Beobachtung und werde keine Sekunde aus den Augen gelassen..

Kommentare:

  1. zu dem zeitpunkt warst du außer gefahr
    du hattes beschlossen jetzt nicht sterben zu wollen

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